2009 schrieb Urs Augstburger mit »Wässerwasser« einen visionären Roman, der von der Bedrohung durch den Klimawandel und dessen unmittelbaren Folgen handelt. Das düstere Bild, das Augstburger damals entwarf, liest sich heute wie ein aktueller Report aus dem Innern des brennenden Planeten.
Die Walliser Alpen nach der Klimaerwärmung: Die letzten Gletscher sind geschmolzen, ein weiterer Dürresommer hält Natur und Mensch im Griff, die Luft über dem Plontal flirrt. Einzig im Schutz des Flischwaldes sind die Temperaturen erträglich. Doch selbst dort, im Luxusresort »Eden«, bricht Unruhe aus: Die Besitzerfamilie Bohrer wird erpresst. Unbekannte drohen, die Wälder um »Eden« in eine Flammenhölle zu verwandeln. Ihre Forderung: Zugang zu den Wassern von Plon.
Die fieberhafte Suche nach einem Ausweg führt sie zurück in die Gründerzeit des Resorts. Gewitter um Gewitter suchte damals den Flischwald heim, die Gletschermoränen gerieten ins Rutschen, der Ausbruch des Gletschersees drohte. Das Wissen um alte Technologien und der Respekt vor der Welt der Mythen und Sagen verhinderten damals die Katastrophe.
»Wässerwasser« erzählt vom Klimawandel, von der fatalen Gletscherschmelze in den Alpen, der Trockenheit, die das Land überzieht, und welches die Folgen sein werden.
»Wässerwasser« handelt vom Kampf um das Luxusgut Wasser, von Wasserpiraterie, Klimaflüchtlingen und der grenzenlosen Gier der Menschen.