Fünf Jahre nach dem Jüngsten Gericht liegt Asche über allem - und ein Mann trägt die letzte Hoffnung der Menschheit wie einen Fluch.
Zacharias Brandt, ehemaliger Zoowärter, wandert mit der dreibeinigen Hyäne Else durch das verwüstete Rheintal. Die Kinder sind tot, die Männer unfruchtbar. Nur er nicht. Als "Kindermacher" tauscht er Zeugung gegen Nahrung und Schutz - und verachtet sich dafür. An Ruinenwände sprüht er die Frage, die ihn zerfrisst: Wenn wir unsere Kinder lieben, warum zerstören wir dann ihre Welt?
Eine Lehrerin unterrichtet vor leeren Bänken. Ein stummes Mädchen spricht in Comic-Schnipseln und nennt ihn Batman. Und irgendwo wartet ein rotes X auf einer alten Karte.
Oliver Kyr erzählt elegisch, sarkastisch und von zarter Poesie durchzogen - eine Zivilisationsparabel über Schuld, Vergebung und die Frage, was Menschlichkeit wirklich bedeutet.
Ein literarischer Endzeitroman für Leser:innen von Cormac McCarthys Die Straße.