Der Londoner Medizinstudent Josh Keller ist ein Mann der Wissenschaft, der stets nach rationalen Erklärungen sucht. Doch als ihn Nacht für Nacht eine unheimliche Schlaflähmung an sein Bett fesselt, gerät sein Weltbild ins Wanken. Aus den tiefen Schatten seines Zimmers schält sich eine grauenhafte Gestalt: Der Incubus. Mit eisig-weißen, glühenden Augen fixiert das Wesen sein wehrloses Opfer - und rückt mit jeder vergangenen Nacht unaufhaltsam näher. Was als neurologisches Phänomen beginnt, entwickelt sich rasant zu einem psychologischen Überlebenskampf, der Josh an den Rand des Wahnsinns treibt. Als zeitgleich ein angesehener Professor der Universität unter mysteriösen Umständen aus dem Fenster stürzt, kreuzen sich die Wege von tödlicher Realität und nächtlichem Spuk. Josh weigert sich, länger ein hilfloses Opfer zu sein. Gemeinsam mit seinen engsten Freunden Aiden und Ellie begibt er sich auf eine gefährliche Spurensuche, die ihn tief in die verstaubten, verbotenen Archive der Universitätsbibliothek führt. Dort stoßen sie auf das streng vertrauliche Protokoll eines studentischen Schlafexperiments aus dem Jahr 1971 und eine unheimliche Serie von mysteriösen Suiziden innerhalb einer ehemaligen Rudermannschaft. Jeder gefundene Hinweis gleicht einem Mosaikstein des Grauens, und die Zeit arbeitet gegen sie: Die Toten der Vergangenheit scheinen in einer exakten, unerbittlichen Reihenfolge angeordnet zu sein. Jan Marschke konstruiert mit "Incubus" einen meisterhaften, atmosphärisch dichten Psychothriller, der die Grenzen zwischen greifbarer Realität und surrealem Horror kunstvoll verwischt. Die düsteren, verregneten Straßen Londons und die beklemmende Stille der unterirdischen Archivgewölbe bilden die perfekte Kulisse für eine Geschichte, die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in Atem hält. Ein hochgradig spannendes Verwirrspiel, das die Frage aufwirft, wie viel Kontrolle wir tatsächlich über unseren eigenen Verstand besitzen. Finden Sie den Ausweg aus der Dunkelheit - oder ist es dafür bereits zu spät?